Alexandra Dannenberg

Institut für Erziehungswissenschaft, Schwerpunkt Grundschulpädagogik
Universität Kassel
Fachbereich 01 – Humanwissenschaften
Nora-Platiel-Straße 1
34127 Kassel

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Situative Anforderungen an verbale Sprachäußerungen im Mathematikunterricht der Grundschule

Welche Rolle spielt Sprache beim Mathematiklernen? Dieser Frage widmet sich mathematikdidaktische Forschung schon lange; wobei die Grundschule als Forschungsfeld zunehmend in den Fokus rückt. Vor diesem Hintergrund fragt dieses Dissertationsprojekt aus praxeologischer Perspektive, welche Relevanz Sprache situativ in der Unterrichtsinteraktion des Mathematikunterrichts entfaltet. Mit einer ethnographischen Untersuchungsanlage sowie einem Interesse für Mehrsprachigkeit und sozialer Differenzherstellung habe ich daher Mathematikunterricht an drei deutschen und zwei dänischen Grundschulen teilnehmend beobachtet. Die entstandenen Beobachtungsprotokolle analysiere ich mit Methoden der Grounded Theory, insbesondere sequenzanalytisch. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen dabei situative Anforderungen, die in der Unterrichtsinteraktion an sprachliche Äußerungen der Teilnehmenden gestellt werden. Herausgearbeitet werden soll, wie diese Anforderungen im Mathematikunterricht aufscheinen, wie sie verhandelt und erfüllt werden und in welchem Verhältnis sie zum mathematischen Gegenstand stehen. In Verbindung mathematikdidaktischer sowie erziehungswissenschaftlicher Überlegungen gehe ich schließlich der Frage nach, wie diese sprachbezogenen Praktiken im Mathematikunterricht Differenz und Gemeinsamkeit zwischen den Teilnehmenden herstellen.

Studium und Abschlüsse:

2022 – 03.2025: Kollegiatin im DFG-Graduiertenkolleg „Fachlichkeit und Interaktionspraxis in der Grundschule“ (INTERFACH)

2021 – 2022: 1. Sem. M.A. Empirische Bildungsforschung an der Universität Kassel

2017 – 2021: Studium des Grundschullehramts (Mathe, Deutsch, Sachunterricht) an der Universität Kassel, Abschluss: 1. Staatsexamen, Examensarbeit „Zur Entwicklung des Einflusses des Migrationshintergrundes auf die Deutschnote an der Offenen Schule Waldau. Eine empirische Studie.“

2013 – 2017: Studium B.Sc. Biologische Diversität und Ökologie an der Universität Göttingen

Berufstätigkeit:

seit 04.2025: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft, Schwerpunkt Grundschulpädagogik an der Universität Kassel

2022 – 03.2025:Kollegiatin im DFG-Graduiertenkolleg „Fachlichkeit und Interaktionspraxis in der Grundschule“ (INTERFACH)

2020 – 2022: wissenschaftliche Hilfskraft am Wissenschaftlichen Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung (ITeG) in den Projekten AnEkA, Nudger und datenschutzgerechte Videokonferenzsysteme für hessische Schulen

2019 – 2022: Tutorin am Institut für Mathematik bei den Veranstaltungen Arithmetik & Geometrie I und II

2019 – 2021: wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Mathematik im Projekt PRONET

2018 – 2020: wissenschaftliche Hilfskraft am Zentrum für Lehrerbildung im Projekt Psychosoziale Basiskompetenzen für den Lehrerberuf

Auszeichnungen:

2023: Auszeichnung mit dem EERA ERC’s Best Paper Award für das Paper Categorizing Math Problems as ‚Easy‘ and ‚Difficult‘ – An Elementary School Mathematics Teacher’s Interaction with a Newly Arrived Student Analyzed in Two Steps  https://eera-ecer.de/about-eera/promoting-emerging-researchers/erc-best-paper-award/best-paper-award-202