Rebekka Will
Interaktion anhand des Schulbuchs im Mathematikunterricht der Grundschule
Mathematiklehrwerke stellen weltweit das potenziell implementierte Curriculum dar, also die Zwischenstufe zwischen den Erwartungshaltungen an den Unterricht und deren Umsetzung in der unterrichtlichen Praxis. Während sich verschiedene Untersuchungen auf Vergleiche von Lehrwerken oder deren Analyse hinsichtlich ihres mathematikdidaktischen Potenzials fokussieren, gibt es kaum empirische Studien zum praktischen Umgang mit ihnen im Grundschulunterricht.
Im Hinblick auf dieses Forschungsdesiderat fragt das Projekt danach, wie Lehrwerke im alltäglichen Mathematikunterricht situativ eingesetzt werden und was dies für das fachliche Lernen bedeutet. Dafür wird Unterricht teilnehmend beobachtet und videografiert. Dabei wird das Spannungsverhältnis, in dem Lehrwerke als „Mittler“ zwischen aktuellen mathematikdidaktischen Qualitätsansprüchen, einer etablierten Interaktionsordnung und dem Ruf nach Individualisierung eingesetzt werden, analytisch fokussiert. Durch die gewonnenen Erkenntnisse sollen empirisch gehaltvolle Aussagen zum Lernen mit dem Lehrwerk als Teil alltäglicher schulischer Interaktionsordnung ermöglicht werden.
seit 02/2022: Kollegiatin im DFG-Graduiertenkolleg „Fachlichkeit und Interaktionspraxis in der Grundschule“ (INTERFACH)
2019 – 2020: Mutterschutz und Elternzeit
2019 – 2021: Vorbereitungsdienst und anschließende Anstellung an der Paul-Klee-Grundschule, Berlin, 2. Staatsexamen
2018: Vertretungslehrerin an der Wolfgang-Borchert-Grundschule, Halle
2017: Schulwärts-Stipendium des Goethe-Instituts, Irbid, Jordanien
2016 – 2018: Montessori-Diplomkurs
2013 – 2018: Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung
2012 – 2018: Studium des Lehramts an Grundschulen (Mathematik, Deutsch, Gestalten, Ev. Religion), MLU Halle 1. Staatsexamen
2012: Demi Pair in Quito, Ecuador
2011/12: Childcare Course, Drogheda Institute of Further Education, Irland